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Elian und Lira – Das wilde Herz der See

 

Was sich liebt, das neckt sich. Diese Redewendung passt perfekt zu Lira und Elian. Das Buch, geschrieben von Alexandra Christo, überzeugt nicht nur mit einem wunderschönen  Cover (Glitzer!) sondern auch mit dem Inhalt. Jedoch gibt es auch ein paar Kritikpunkte…

 

ISBN: 978-3-423-76220-5

Preis: 18,95

Autorin: Alexandra Christo

Format: Hardcover

Reihe: Einzelband

Erscheinungstag: 20.07.2018

Empfohlenes Alter: ab 14 Jahren

Verlag: dtv

Genre: High Fantasy, Märchenadaption

Rezensionsexemplar: Nein

Wo kann ich es kaufen: Amazon, Thalia, Hugendubel

 

 

Klappentext:

Eine Fantasywelt, so betörend wie ein Sirenenlied – düster, romantisch und voller Sogkraft

Lira ist die Tochter der Meereskönigin. Jahr für Jahr ist sie dazu verdammt, einem Prinzen das Herz zu rauben. Doch dann begeht sie einen Fehler und ihre Mutter verwandelt sie zur Strafe in die Kreatur, die sie am meisten verabscheut – einen Menschen. Und sie stellt Lira ein Ultimatum: Bring mir das Herz von Prinz Elian oder bleib für immer ein Mensch. Elian ist der Thronerbe eines mächtigen Königreichs. Doch das Meer ist der einzige Ort, an dem er sich wirklich zu Hause fühlt. Er macht Jagd auf Sirenen, vor allem auf die eine, die so vielen Prinzen bereits das Leben genommen hat. Als er eines Tages eine junge Frau aus dem Ozean fischt, ahnt er zunächst nicht, wen er da an Bord geholt hat. Bald wird aus Misstrauen jedoch Leidenschaft und das Unerwartete geschieht – die beiden verlieben sich ineinander.

 

Meinung:

Die Geschichte von Elian und Lira ist aus zwei verschiedenen Perspektiven geschrieben und so war es möglich in die Gedankengänge von den beiden Hauptfiguren Elian und Lira einzutauchen. Der Schreibstil der Autorin ist sehr angenehm und ihre Wortwahl ist der High-Fantasywelt angepasst. Mich persönlich versetzt es immer wieder ins Staunen, wenn Autoren, wie Alexandra Christo, die Sprache soweit anpassen und unter anderem Redewendungen ganz neu erfinden, sodass ich als Leserin wirklich das Gefühl habe, in eine andere Welt einzutauchen. Wirklich beeindruckend!  

Tatsächlich hat die Geschichte einige Parallelen zu dem Märchen: Die kleine Meerjungfrau. Jedoch wurde daraus etwas komplett Neues gemacht, sodass ich nie das Gefühl hatte, den Verlauf des Buches schon zu kennen. 

Elian und Lira kommen aus verschiedenen Welten. Sie, eine Sirene, die Thronerbin des Meeres, macht Jagd auf menschliche Prinzen, um ihnen das Herz herauszureißen. Er, ein Mensch, mehr Pirat als Prinz, hat es sich zur Aufgabe gemacht, alle Sirenen zu töten, um so die Menschen zu beschützen. 

Mit Lira hatte ich am Anfang etwas Schwierigkeiten. Zwar besitzt sie eigentlich die Eigenschaften, die ich an einem Charakter sehr mag, wie ihr Schlagfertigkeit und Kämpfernatur, aber für meinen Geschmack war sie erst etwas zu unmenschlich, ähnelte mehr einem Raubtier. Sie empfindet so gut wie kein Mitleid, ist nur auf ihren Vorteil bedacht und wird als eine kalte Killerin dargestellt, die nur auf den Moment wartet, bis sie endlich Elian das Herz herausreißen kann.   

Mit der Zeit wurde es glücklicherweise besser und je länger sie in der Gestalt eines Menschen war, desto mehr konnte sie dem Einfluss ihres Sirenen-Daseins entfliehen und ihre wahren Probleme erkennen.

Elian fand ich auf Anhieb sympatisch. Er hat hohe moralische Werte, trägt sein Herz am rechten Fleck und setzt sich ein für die Menschen, die er liebt. Er zieht das Piratenleben, dem Dasein als Prinz und Thronerben vor und ist das raue Leben auf See gewöhnt. Seine Crew und er sind die einzigen, die es mit den gefährlichen Sirenen aufnehmen und dafür riskiert Elian sogar sein Leben.  

Als Lira und Elian aufeinander treffen, sind Streitereien natürlich vorprogrammiert. Hier muss ich Alexandra Christo wirklich ein Kompliment aussprechen. Die Dialoge zwischen den beiden lesen sich sehr flüssig. Lira und Elian sind nicht auf den Mund gefallen und  duellieren sich mit Worten, während ich die ganze Zeit ein Lächeln auf den Lippen hatte. Ich muss gestehen, dass ihr gegenseitiges Necken, das Buch für mich erst richtig lesenswert machte. Etwas zu spät kam leider die Romantik in der Geschichte. Da war das Buch auch schon wieder fast vorbei. Schade! 

Mehr erwartet hatte ich auch von den Facetten der Fantasiewelt. Leider gab es nur einen kleinen Eindruck von dem Lebensraum von Lira und vieles konnte ich mir dabei nicht gut vorstellen. Auch die Orte, die Elian und Lira zusammen mit der Crew besucht haben, waren für mich blass dargestellt und für meinen Geschmack erfolgte die Abreise auch immer viel zu schnell. 

Insgesamt war es eine unterhaltsame Fantasy-Geschichte, die viele innovative Ideen über das Leben einer Sirene beinhaltete, aber die Welt war etwas blass beschrieben und leider blieb die Liebe auch etwas auf der Strecke. 

Vier Blumen für Elian und Lira – Das wilde Herz der See.

 

 

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