1 Blume / Lyx / New Adult

Falling Fast

 

Dieses Buch war leider ein absoluter Griff ins Klo. Super langatmig, die Charaktere waren nicht authentisch und das unangebrachte Finale hat all dem noch die Krone aufgesetzt. Echt Schade!

 

ISBN: 978-3-7363-0839-8

Preis: 9,99 €

Autorin: Bianca Iosivoni

Format: eBook

Reihe: Dilogie

Erscheinungstag: 27.05.2019

Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren

Verlag: Lyx

Genre: New Adult

Rezensionsexemplar: Nein

Wo kann ich es kaufen: Amazon, Thalia, Hugendubel

 

Klappentext

Nur bei ihm kann ich mich fallen lassen
Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich all die Dinge trauen, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen – und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie eigentlich niemals zulassen dürfte. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe …

 

Meinung
Oh weh, dieses Buch hat mich leider einfach nur enttäuscht.  Eigentlich mag ich New Adult Bücher, doch im Moment scheint es eine Entwicklung in diesem Buchgenre zu geben, die mir absolut nicht gefällt. Einerseits wird der Markt geradezu überschwemmt mit Büchern, die alle die gleiche Handlung und ähnliche Figuren zu haben scheinen. Doch dann gibt es hin und wieder Geschichten, die versuchen aus diesen schon oft verwendeten Themen auszubrechen und das ist eigentlich toll. Doch leider klappt das nicht immer. Teilweise gehen die Handlungen in eine sehr extreme Richtung, doch noch schlimmer ist, wenn diese dann nicht mit der nötigen Authenzität und Hintergrundwissen behandelt werden. Genau das war für mich der Fall bei Falling Fast. Dieses Buch hat so einen reißerisches Cliffhanger am Ende,  rund um ein Thema, dass für mich nicht mit dem nötigen Feingefühl von der Autorin behandelt worden ist.
Doch bevor ich darauf noch weiter eingehe, möchte ich mich erst einmal auf die positiven Aspekte des Buches konzentrieren.
Das Buch ist aus zwei Perspektiven geschrieben und so bekommt man als Leser einen perfekten Einblick von der Gedankenwelt von Hailee und ihrem Loveinterest Chase.  Der erste Eindruck von den beiden ist durchweg positiv. Besonders Hailee war mir auf Anhieb total sympathisch, was insbesondere daran lag, dass sie mutig genug ist, alleine einen Roadtrip quer durch Amerika zu machen.
Man merkt auch schnell, dass hinter dem Roadtrip mehr steckt. Hailee scheint etwas hinter sich lassen zu wollen und genau das macht sie als Figur vielschichtiger.
Die Geschichte beginnt bei Hailees nächstem Stopp. Sie besucht eine Kleinstadt, deren Flair mich auch gleich in ihren Bann gezogen hat. Seit den Gilmore Girls bin ich den Kleinstädten einfach verfallen 😉
Dort besucht sie das Grab von einem guten Freund, den sie über das Internet kennengelernt hat und der vor Kurzem verstorben ist. Die beiden waren durch ein Hobby,  das Schreiben von Geschichten, verbunden.
Auf Grund von ein paar Zufällen steckt Hailee für ein paar Wochen in der Kleinstadt fest und lernt Chase kennen, der auch ein guter Freund von ihrer Internetbekanntschaft war.
Chases Bodenständigkeit hat mir auf Anhieb gut gefallen. Er kümmert sich verantwortungsbewusst um seine Familie, vor allen Dingen um sein Bruder, der immer wieder in Schwierigkeiten gerät. Außerdem steckt er seine Ziele für das Wohlergehen seiner Familie zurück. Das macht ihn äußerst sympathisch.
Mit dem Verlauf des Buches werden meine Kritikpunkte immer mehr. Das Buch war teilweise echt langweilig. Stellenweise kommt weder die Liebesgeschichte noch die Handlung in Fahrt und die Charaktere werden für mich immer weniger greifbar.
Hailees Verhalten ist kaum für mich nachzuvollziehen. Einerseits ist sie sehr schüchtern, dennoch stürzt sie mit Hilfe ihrer selbst auferlegten Bucketlist von einer Mutprobe in die nächste und geht dabei auch unkalkulierbare Risiken ein. Diese Bucketlist nervt mich dabei am meisten. Da sie weder kreativ noch besonders auf die Figur zugeschnitten ist. Als wäre sie gegoogelt und das erst beste aus dem Internet abgeschrieben.
Da hilft auch die Liebesgeschichte nicht mehr darüber hinweg.
Aber auch Chase Figur wird unrund. Denn immer mehr seiner Geheimnisse werden aufgedeckt und er berichtet von Kämpfen in Fight Clubs, die überhaupt gar nicht zu ihm passen. Für mich wäre es wesentlich interessanter gewesen, ihn bei diesen Fight Clubs erleben zu dürfen ganz nach dem Motto: Show don’t tell. Dann wäre die Handlung auch actionreicher. 
Der Schluss war für mich die reinste Katastrophe. Dieses Thema ist nicht authentisch genug von der Autorin dargestellt worden. Als ob man die ganze Zeit sein Vorhaben in seinen eigenen  Gedanken so verdrängen kann. Außerdem hätte die Vergangenheit auch viel präsenter sein müssen. Meiner Meinung nach,  wäre es insgesamt logischer gewesen, wenn man das Buch nur aus der Sicht von Chase geschrieben hätte.
Alles in allem kann ich für dieses Buch leider keine Leseempfehlung aussprechen. Den zweiten Band werde ich wegen der genannten Punkten nicht lesen. Es gibt eine Blume dafür.
Die Reihe:
   

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