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Wenn Donner und Licht sich berühren

 

Schlechte Dialoge, eine Protagonistin, die mir total unsympathisch war und viel zu wenig Bauchkribbel-Momente. Wenn Donner und Licht sich berühren gehört zu den schlechtesten New Adult Bücher, die ich gelesen habe.

 

ISBN: 978-3736308305

Preis: 9, 99 €

Autorin: Brittainy C. Cherry

Format: eBook

Reihe: Dilogie, aber: Der zweite Band ist mit anderen Protagonisten

Erscheinungstag: 31.10.2019

Empfohlenes Alter: ab 16 Jahren

Verlag: Lyx

Genre: New Adult

Rezensionsexemplar: Nein

Wo kann ich es kaufen: Amazon, Thalia, Hugendubel

 

Klappentext

Sich in Jasmine Greene zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen. Leicht und unbeschreiblich schön. Aber als wir uns Jahre später wieder gegenüberstehen, ist von dem Sommerregen nichts mehr übrig. Stattdessen sehe ich in ihren Augen einen tosenden Sturm. Wie lange tobt er schon dort? Wie lange hat er sich schon in ihrer Seele zusammengebraut? Ihr Herz ist für immer gebrochen, und ich hasse mich dafür, dass ich es jetzt erst bemerke – wo es vielleicht schon zu spät ist.

 

 

Meinung

Das Buch fing ganz anders an als ich erwartet  hatte. Die ersten Kapitel spielen in der High-School. Elliott und Jasmine sind Teenager  und lernen sich dort kennen.  Das Buch ist aus ihren Perspektiven geschrieben. Bisher ist von Romantik noch nicht so viel spüren und das macht den Einstieg ziemlich zäh.  Stattdessen wird Elliott von seinen Mitschülern stark gemobbt. Die Schulrowdys kennen mit dem stotternden Jungen kein Pardon, beleidigen und verprügeln ihn regelmäßig. Jasmine, die Neue der Schule, ist eine der wenigen Menschen, die sich für Elliott einsetzt.

Jasmine und Elliott verbindet die Musik und daraus resultiert eine schöne Freundschaft. Eigentlich ist es sehr bewundernswert, dass sie Elliott versucht zu helfen, aber welchen Weg sie dafür wählt, macht sie mir zu Beginn sofort unsympathisch. Sie lässt sich nämlich von den Schulrowdys erpressen und bietet sexuelle Gefälligkeiten an, im Tausch dafür, dass sie Elliott in Ruhe lassen. Mobbing und sexuelle Nötigung, sowie Gewalt an Schulen sind sehr schlimme Themen und werden von der Autorin nicht mit dem nötigen Feingefühl behandelt, sondern dramatisieren unnötigerweise die Handlung.  Die Protagonistin verharmlost ihre Situation zusätzlich und es wird so dargestellt, als wäre nichts dabei, sich in der Schule zu prostituieren.  Genauso wenig geht die Autorin auf ihre Gefühle ein. Stattdessen wird nur am Rand erwähnt, was Jasmine mit den Jungs treibt. 

Diese schlimmen Voraussetzungen an der Schule haben mich das Buch beinahe abbrechen lassen, denn wer glaubt schon daran, dass aus so einer Geschichte, eine schöne Liebesgeschichte resultieren kann? 

Doch als die, für mich viel zu lange, Vorgeschichte vorbei ist, wird es etwas besser. Jasmine, die zwischenzeitlich von Amerika nach England umgezogen ist, schafft es, sich endlich aus dem Kontrollzwang zu befreien und in ihre Heimat, sowie zu Elliott zurück zu kehren. Beide haben viele Schicksalsschläge ertragen müssen und haben sich vor der Welt verschlossen. Besonders Elliott hat leiden müssen. Für meinen Geschmack  zu viel und dementsprechend hat er sich auch verändert. Die Wandlung von einem schüchternen Jungen, der stottert, zu einem Bodybuilder, der viel zu viel Alkohol trinkt, ist viel zu drastisch. Es wäre mal eine Abwechslung gewesen, wenn der Love Interest nicht dem Schema F entsprochen hätte, so wie es bei ihm zu Anfang der Fall gewesen war. Aber leider ist Elliott zu genau dem geworden. 

Mit Jasmines Hilfe öffnet er sich langsam und auch die Musik, die er zuvor aufgegeben hatte, lässt er wieder in sein Herz. Und als er schließlich Fortschritte macht, unterstützt er Jasmine in der Bewältigung der Vergangenheit und tatsächlich gibt es eine nachvollziehende Liebesgeschichte. Nur leider immer noch mit viel zu vielen Schwachpunkten.

Der Schreibstil der Autorin lässt ziemlich zu Wünschen übrig. Die Beschreibungen von Gefühlen oder Orten sind sehr lieblos. Die einzige Ausnahme sind die Beschreibungen der Musik. Die Dialoge sind grauenhaft und langweilig und wirken sehr gestellt. Teilweise drehen sich diese immer um die gleichen Themen und zusätzlich werden Aussagen und Gedankengänge wiederholt, sodass ich oft das Gefühl hatte, die Seite schon mal gelesen zu haben. Da habe ich wirklich schon viel Besseres gelesen. 

Das Ende war in sich rund. Elliott und Jasmine sind über sich hinausgewachsen und haben sich der Vergangenheit gestellt. Doch das macht aus der Geschichte leider immer noch kein gutes Buch.   

 

Alles in allem hat mich dieses Buch wirklich sehr enttäuscht. Kein annehmbarer Schreibstil, gestellte Dialoge und viel zu viel Drama, dass nicht mit dem nötigen Feingefühl aufgegriffen worden ist. 

Dafür gibt es nur eine Blume. 

 

Die Reihe:

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